
Geförderter Glasfaserausbau
Der flächendeckende Ausbau leistungsfähiger Gigabitnetze ist ein zentraler Aufgabe für Kommunen und Telekommunikationsunternehmen. Insbesondere in unterversorgten Gebieten ist der geförderte Breitbandausbau nach den Programmen des Bundes und der Länder häufig der einzige wirtschaftlich tragfähige Weg zur Gigabitversorgung.
Warum geförderter Glasfaserausbau?
In vielen Regionen ist ein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau nicht wirtschaftlich darstellbar. Geringe Anschlussdichten, lange Trassen und begrenzte Nachfrage verhindern eine marktgetriebene Investition. Der geförderte Glasfaserausbau ist hier der zentrale Hebel, um gleichwertige Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse zu schaffen.
Im Gegensatz zum eigenwirtschaftlichen Ausbau steht beim geförderten Modell nicht die kurzfristige Rendite, sondern die Versorgungssicherheit, Förderkonformität und langfristige Betriebsfähigkeit im Mittelpunkt.
Merkmale des geförderten Glasfaser-Ausbaus
- Fokus auf unterversorgte Gebiete
- öffentliche Fördermittel von Bund & Ländern
- hoher Koordinations- und Dokumentationsaufwand
- strenge Vergabe- und Beihilferegeln
- Kommune als Antragsteller und Projektverantwortlicher
Der geförderte Ausbau verlangt maximale Planungssicherheit, formale Korrektheit und Prozessdisziplin.
Glasfaserausbau im Kontext von Planung und Realisierung
Ziel ist die förderkonforme, wirtschaftlich belastbare und umsetzungsreife Realisierung von Glasfaserprojekten für Kommunen und kommunale Akteure – entlang der HOAI-Leistungsphasen 1–8.
Der Fokus liegt auf:
- sicheren Förder- und Vergabeprozessen
- belastbaren Kosten- und Terminplänen
- klaren Entscheidungsgrundlagen für Politik & Verwaltung
- reibungsloser Übergabe in Bau und Betrieb
Das Leistungsmodul „Glasfaserausbau“ richtet sich an:
- Telekommunikationsanbieter
- Netzbetreiber & Carrier
- Stadtwerke & kommunale Telcos
- Infrastrukturgesellschaften
Berücksichtigung finden weitere Aspekte und Schnittmengen zu anderen TK-Märkten.
- DigiNetzG (Mitverlegung & Koordination)
- geförderter Ausbau und Überbauung
- Open-Access-Strategien
- gewerbliche Produkte und Service-Level-Anforderungen (SLA)
Rolle der aastrix
aastrix agiert als neutraler Infrastrukturberater, Generalplaner und Projektkoordinator für Provider und Kommunen sowie als Fördermittelmanager im Auftrag des Bauherren. In dieser Gesamtverantwortung ist aastrix
- technologie- und betreiberneutral
- hat tiefes Verständnis von Förderlogiken & Vergaberecht
- ist Schnittstelle zwischen Kommune, Fördermittelgebern und Marktakteuren
- bietet Planungssicherheit über alle HOAI-Phasen hinweg und Entlastung der Verwaltung bei hoher Projektkomplexität
In folgender Gliederung kann die Planungs- und Unterstützungsleistung absolviert werden:
Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung, Projektinitiierung und Bestandsanalyse
Ziele & Anforderungen klären: Gemeinsam mit der Kommune werden Projektziele, Versorgungsziele und Rahmenbedingungen festgelegt. Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der Ausgangslage – z. B. Ermittlung unterversorgter Gebiete („weiße Flecken“), vorhandener Infrastrukturen und bereits geplanter Projekte in der Region. Alle relevanten Anforderungen (z. B. Mindestbandbreiten, Anschlussquote, Zeitrahmen) und Erwartungen des „Bauherrn“ Kommune werden gesammelt und dokumentiert.
Fördermittel-Eignung prüfen: In dieser frühen Phase wird analysiert, welche Förderprogramme infrage kommen und ob das geplante Gebiet die Förderkriterien erfüllt. Dazu gehört auch die Vorbereitung eines Markterkundungsverfahrens. Die Kommune fragt bei Telekommunikationsanbietern ab, ob in den nächsten drei Jahren eigenwirtschaftliche Ausbaupläne für das Gebiet bestehen – nur bei negativem Ergebnis ist eine Förderung zulässig. Außerdem werden rechtliche Rahmenbedingungen und Auflagen (z. B. EU-Beihilferecht, Förderleitfäden) geklärt, um die weiteren Schritte darauf abzustimmen.
Projektorganisation und Stakeholder: Es werden erste Projektstrukturen geschaffen – die Kommune bestimmt interne Verantwortliche (Projektsteuerung, evtl. Breitbandkoordinator) und bezieht externe Partner ein. Gegebenenfalls werden bereits hier externe Planungsbüros oder Berater wie aastrix eingebunden. Auftaktgespräche mit wichtigen Stakeholdern (zuständige Fördermittelgeber, evtl. Nachbarkommunen, Landkreis, Versorger etc.) dienen dazu, das Vorgehen abzustimmen.
aastrix unterstützt in Phase 1 durch Machbarkeitsanalysen und Strategieberatung. Dazu gehören u. a. die Bewertung des Ausbaupotenzials und der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens sowie eine Beratung zu geeigneten Förderkulissen. aastrix hilft der Kommune, ein Anforderungsprofil zu erstellen und bereits früh die Projektplanung auf belastbare Daten zu stützen – beispielsweise durch Analyse von Bestandsdaten (GIS-Karten, Teilnehmeranschlüsse) und Aufzeigen von Realisierungsstrategien. Diese Grundlagen schaffen Transparenz für Entscheidungen und fließen in den Förderantrag ein.
Leistungsphase 2: Vorplanung, Konzeption und Förderantrag
Netzkonzept und Grobplanung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Grundlagenermittlung wird ein erstes technisches Konzept für das Glasfasernetz erarbeitet. Es entstehen Vorentwurfspläne, die z. B. Trassenführungen grob skizzieren, wichtige Netzknoten (POP- Standorte, Hauptverteiler) festlegen und die abzudeckenden Anschlussgebiete abgrenzen. Verschiedene Varianten werden geprüft (z. B. alternative Routen oder Verlegemethoden), um eine optimale Lösung zu finden. Zudem erfolgt eine grobe Kostenschätzung auf Basis der geplanten Reichweite und Gebietskulisse, oft unter Verwendung von Vergleichswerten und ersten Mengenschätzungen (z. B. Trassenlängen). Diese Vorplanung dient als Entscheidungsgrundlage für die weiteren Schritte.
Förderantrag vorbereiten: Das Vorplanungskonzept bildet die Grundlage für den Förderantrag. Die erforderlichen Antragsunterlagen werden zusammengestellt – einschließlich Projektbeschreibung, Kosten- und Finanzierungsplan, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der Dokumentation des Markterkundungsverfahrens. Die Kommune stimmt das Konzept und die beantragte Förderhöhe eng mit dem Projektträger (z. B. atene KOM oder PwC) ab, um Förderfähigkeit sicherzustellen. Falls erforderlich, werden politische Beschlüsse (Gemeinderat) für die Antragstellung eingeholt. Nach Fertigstellung des Antrags wird dieser fristgerecht im Förderportal eingereicht.
Entscheid über Betreibermodell: In dieser Phase fällt auch die strategische Entscheidung, wie das Projekt umgesetzt werden soll. Gemeinsam mit Fachberatern bewertet die Kommune die Umsetzungsmodelle. Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell würde der Netzbetrieb an einen privaten Anbieter vergeben und nur die Finanzierungslücke geschlossen werden. Beim Betreibermodell plant die Kommune, das Netz eigenständig (ggf. über Stadtwerke) aufzubauen, um es anschließend zu verpachten. Diese Entscheidung beeinflusst die weitere Planung (z. B. Inhalte der Ausschreibung) maßgeblich.
aastrix erstellt in Phase 2 integrierte Netzkonzepte und unterstützt die Kommune bei der Förderantragserstellung. Anhand digitaler Planungstools werden Varianten untersucht und ein tragfähiges Konzept ausgearbeitet. aastrix führt Wirtschaftlichkeitsberechnungen durch und stellt sicher, dass alle erforderlichen Unterlagen für den Förderantrag vollständig und qualitätsgesichert vorliegen. Zudem berät aastrix zur optimalen Modellwahl und plant vorausschauend Prozesse und IT-Systeme mit ein, um das Projekt effizient aufzusetzen. Dadurch erhält die Kommune ein fundiertes Konzept als Basis für die Beantragung der Fördermittel.
Leistungsphase 3: Entwurfsplanung, Entwicklung technischer Ausbaukonzepte
Detaillierte Netzplanung: Nach Bewilligung (oder in Erwartung) der Fördermittel wird die Entwurfsplanung des Glasfasernetzes erstellt. Nun werden die zuvor grob skizzierten Trassen detailliert in Pläne überführt. Jeder Straßenzug und Anschluss wird geplant, inklusive Hausanschlüsse, Verteilpunkte, Kabeltrassen und Rohrführungen. Die Planer (Ingenieurbüro oder aastrix) arbeiten mit präzisen GIS-Daten und Lageplänen, um einen verbindlichen Ausbauplan zu entwickeln. Technische Details wie Faserkapazitäten, Muffenstandorte, Schächte und PoP-Gebäude werden festgelegt. Die Entwurfspläne werden maßstabsgetreu gezeichnet und enthalten alle für die Ausführung notwendigen Informationen.
Kostenberechnung und Wirtschaftlichkeit: Auf Basis der Entwurfsplanung erfolgt eine verfeinerte Kostenermittlung nach DIN 276. Alle Bau- und Materialmengen werden soweit möglich erfasst (Meter Tiefbau, Anzahl Hausanschlüsse, etc.), um die voraussichtlichen Kosten genau zu bestimmen. Diese detaillierte Kostenberechnung dient dazu, die Wirtschaftlichkeit des Projekts erneut zu prüfen und ggf. Optimierungen vorzunehmen (z. B. alternative Trassenführung bei Kostenrisiken). Sie ist auch Grundlage für die Ausschreibung und die Förderabrechnung. Gleichzeitig wird ein Ausbau-Zeitplan entworfen, der Meilensteine bis zur Fertigstellung definiert.
Abstimmung mit Behörden und Versorgern: In dieser Phase beginnt die enge Abstimmung mit allen beteiligten Stellen. Die Entwurfsplanung wird mit der kommunalen Verwaltung und ggf. externen Fachbehörden vorbesprochen (z. B. Straßenverkehrsamt, Tiefbauamt), um deren Anforderungen frühzeitig einzuarbeiten. Versorger (Strom, Wasser, Gas) werden konsultiert, um Synergien oder Konflikte bei der Mitverlegung zu identifizieren. Die Planung wird iterativ angepasst, falls z. B. bestimmte Trassenabschnitte genehmigungsrechtliche Auflagen erfordern. So wird sichergestellt, dass das Netzkonzept genehmigungsfähig und mit anderen Infrastrukturvorhaben abgestimmt ist.
In Leistungsphase 3 übernimmt aastrix die Detailnetzplanung (HOAI 1–7) für das Glasfasernetz. Mit erfahrenen Planern und modernen Planungstools erstellt aastrix präzise Leitungspläne und Stücklisten. Besondere Aufmerksamkeit schenkt aastrix der Qualitätssicherung: Alle Planunterlagen werden auf Vollständigkeit und technische Plausibilität geprüft, sodass spätere Änderungsbedarfe minimiert werden. aastrix koordiniert zudem früh die Abstimmung mit Behörden und Infrastrukturbetreibern, um eine reibungslose Genehmigung vorzubereiten. Dadurch entsteht ein belastbarer Entwurfsplan, der als Basis für Genehmigungen und Ausschreibungen dient.
Leistungsphase 4: Genehmigungsplanung, Einholung behördlicher Zustimmungen
Antragsunterlagen erstellen: Die Genehmigungsplanung umfasst das Zusammenstellen aller erforderlichen Unterlagen für behördliche Genehmigungen. Auf Grundlage der Entwurfspläne werden detaillierte Lagepläne, Quer- und Längsschnitte, Bauphasenpläne sowie ggf. Verkehrszeichenpläne (für Baustellenverkehr)erstellt. Diese Unterlagen werden an die zuständigen Stellen eingereicht – typischerweise die Straßenbaubehörde der Kommune oder des Landkreises für Aufgrabgenehmigungen. Falls erforderlich, werden zusätzliche Fachgutachten oder technische Nachweise (z. B. Standsicherheitsnachweise für Masten, Umweltscreenings) erarbeitet.
Einholung der Genehmigungen: Die Planer reichen die Genehmigungsanträge bei allen zuständigen Behörden ein (z. B. Bauamt, Verkehrsbehörde, Naturschutzbehörde, Telekommunikations-Regulierer für Frequenzen, falls relevant). Während des Verfahrens halten sie engen Kontakt zu den Behörden, beantworten Rückfragen und liefern ggf. ergänzende Unterlagen.EventuelleAuflagenoderÄnderungswünschederBehördenwerden aufgenommen und die Planung entsprechend angepasst. Ziel ist es, für alle Bauabschnitte die notwendigen Genehmigungsbescheide (Aufgrabegenehmigungen, Ausnahmegenehmigungen etc.) rechtzeitig vorliegen zu haben.
Fördertechnische Abstimmung: Parallel wird sichergestellt, dass alle genehmigungsrelevanten Änderungen mit dem Fördermittelgeber abgestimmt bleiben. Größere Planänderungen (z. B. Erweiterung des Ausbaugebiets oder Kostenabweichungen) werden dem Projektträger gemeldet, um die Förderfähigkeit nicht zu gefährden. In dieser Phase kann es zudem nötig sein, Zwischenberichte oder Meilensteinmeldungen gemäß Förderrichtlinie zu erstellen.
aastrix übernimmt im Rahmen der Genehmigungsplanung die Koordination aller Genehmigungsverfahren. Das Team von aastrix stellt sicher, dass sämtliche Antragsunterlagen vollständig und korrekt eingereicht werden. Sie pflegen den Kontakt zu den Behörden und beschleunigen die Klärung von Rückfragen, um Verzögerungen zu vermeiden. Sollte eine Behörde Auflagen erteilen, passt aastrix die Planung schnellstmöglich an und sorgt dafür, dass die Änderungen in allen Dokumenten nachgezogen werden. Durch ihr Prozess- Know-how und digitale Tools behält aastrix den Überblick über den Status jeder Genehmigung (Tracking der Bescheide, Fristenkontrolle) und sorgt dafür, dass das Projekt alle nötigen Freigaben rechtzeitig erhält.
Leistungsphase 5: Ausführungsplanung, Bauplan und Logistik
Detail- und Feinplanung: Nach Vorliegen der Genehmigungen wird die Planung weiter verfeinert, sodass die Bauausführung reibungslos erfolgen kann. In der Ausführungsplanung werden alle Ergebnisse der Entwurfs- und Genehmigungsplanung in ausführungsreife Pläne und Unterlagenüberführt.Dazu zählen z.B. detaillierte Werkpläne für Tiefbau und Montage, Spleiß- und Kabelbelegungspläne für die Glasfasern, Stücklisten aller benötigten Materialien sowie genaue Bauablaufpläne. Jede Trasse und jeder Hausanschluss ist nun in allen Details festgelegt, inklusive Angaben zu Tiefen, Abständen, Materialien (Rohrtypen, Kabeltypen) und Montagevorgaben.
Integration aller Fachplanungen: In dieser Phase werden auch fachspezifische Planungen integriert. Wenn z. B. mehrere Gewerke beteiligt sind (Tiefbau, Kabelzug, Montage von aktiver Technik),werden deren Planungsinhalte aufeinander abgestimmt. DerNetzplan wird ggf. mit Planungen zu Stromanschlüssen für aktive Technik, Klimatisierung von PoP-Stationen oder Notstromversorgung ergänzt. Außerdem wird der Bauzeitenplan mit den verfügbaren Ressourcen synchronisiert – dies ermöglicht die Vorbereitung der Ausschreibung mit realistischen Losen und Zeitfenstern.
Dokumentation und Qualität: Bereits vor Baubeginn wird ein Konzept für die fortlaufende Dokumentation und Qualitätssicherung während der Bauausführung festgelegt. Die Ausführungspläne dienen später auch als Vorlage für die digitale Netzdokumentation. Es wird definiert, wie Änderungen während des Baus erfasst und dokumentiert werden (z. B. roter Plan). So ist sichergestellt, dass nach Fertigstellung ein vollständiger Bestandsplan zur Verfügung steht.
aastrix sorgt in Phase 5 dafür, dass sämtliche Planungsdetails ausführungsreif aufbereitet sind. Mit ihrer Erfahrung in automatisiertem Engineering und digitalen Planungstools stellt aastrix sicher, dass aus dem Entwurf klare Arbeitsanweisungen und präzise Stücklisten für die Baufirmen werden. aastrix überprüft alle Ausführungsunterlagen auf Konsistenz und Vollständigkeit (z. B. stimmen die Mengen mit der Ausschreibung überein, sind alle Genehmigungsauflagen eingearbeitet?) und implementiert Qualitätskontrollen. Dadurch werden spätere Planungsänderungen und Baustopps aufgrund fehlender Informationen minimiert. Zudem bereitet aastrix die digitale Projektdokumentation vor, um während der Bauphase alle relevanten Daten erfassen zu können.
Leistungsphase 6: Vorbereitung der Vergabe, Beauftragung der Bauleistungen
Ausschreibungsstrategie festlegen: Bevor die eigentliche Ausschreibung beginnt, wird entschieden, wie und was ausgeschrieben wird. Im geförderten Ausbau sind Vergabeverfahren nach öffentlichen Vergaberichtlinien (GWB/VgV oder UVgO) einzuhalten. Die Kommune – unterstützt von Planern und Beratern – legt fest, ob die Bauleistungen in Lose aufgeteilt werden (z. B. nach Gebiet oder Gewerk) und welche Vertragsmodelle zum Einsatz kommen (Bauauftrag, Konzessionsvertrag etc.). Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell umfasst die Ausschreibung typischerweise den kompletten Netzbau und -betrieb durch einen Anbieter. Beim Betreibermodell werden eher Bau- und Dienstleistungsaufträge (Tiefbau, Montage, Materiallieferung) separat ausgeschrieben, da die Kommune Bauherr ist.
Leistungsverzeichnisse und Unterlagen: Die Planungsdaten aus Phase 5 werden nun in Ausschreibungsunterlagen übertragen. Kernstück ist das Leistungsverzeichnis (LV), in dem alle auszuführenden Leistungen mit Positionsbeschreibungen und Mengengerüsten aufgeführt sind. Die Mengen (z. B. Meter Kabelgraben, Anzahl Muffen) werden aus der Ausführungsplanung abgeleitet. Zusätzlich enthält das Ausschreibungspaket technische Spezifikationen, Pläne, Vertragsbedingungen, Zuschlagskriterien sowie Hinweise zu Förderauflagen (z. B. Dokumentationspflichten, Open-Access-Verpflichtung des Betreibers). Alle Unterlagen werden sorgfältig geprüft, da sie die Grundlage für vergleichbare Angebote bilden.
Bieteransprache: Parallel werden mögliche Bieter identifiziert (z. B. regionale Tiefbauunternehmen, überregionale Netzbetreiber) – es entsteht ein Bieterkreis bzw. Lieferantenportfolio. Die Ausschreibung wird veröffentlicht bzw. geeigneten Firmen bekanntgemacht. Während der Angebotsfrist koordiniert die Vergabestelle Rückfragen der Bieter und erstellt ggf. Vergabeergänzungen oder -clarifications, damit alle Bieter die gleichen Informationen haben.
aastrix unterstützt die Kommune maßgeblich bei der Ausschreibungsvorbereitung. Das Team erstellt professionelle Ausschreibungsunterlagen und ein passgenaues Leistungsverzeichnis, das alle Planungsleistungen präzise widerspiegelt. Durch die Erfahrung von aastrix können typische Fallstricke (unklare Leistungsbeschreibungen, unvollständige Mengenlisten) vermieden werden. aastrix pflegt außerdem ein Lieferantenportfolio und identifiziert geeignete Firmen für das Projekt.Sie beraten die Kommune bei der Festlegung von Zuschlagskriterien und stellen sicher, dass die Fördervorgaben im Vergabeverfahren eingehalten werden. Damit legt aastrix den Grundstein dafür, qualitativ hochwertige und vergleichbare Angebote von Bietern zu erhalten.
Leistungsphase 7: Mitwirkung bei der Vergabe
Angebotsprüfung und -bewertung: Nach Ablauf der Angebotsfrist werden die eingegangenen Angebote formell geprüft (Vollständigkeit, fristgerechter Eingang) und fachlich ausgewertet. Die Angebote der Baufirmen bzw. Netzbetreiber werden hinsichtlich Preis, Leistungsumfang und Eignung verglichen. Es wird ein Preisspiegel erstellt, der die Preise aller Positionen gegenüberstellt.Darüber hinaus bewertet die Vergabestelle qualitative Aspekte gemäß den festgelegten Kriterien – etwa Erfahrung des Anbieters, Technik-Konzept oder Projektzeitplan. In Förderprojekten ist sicherzustellen, dass die Angebote förderkonform sind (z. B. keine überhöhten Kostenansätze).
Verhandlungen und Zuschlag: Gegebenenfalls finden Bietergespräche oder Nachverhandlungen statt, insbesondere wenn Angebote Unklarheiten aufweisen oder über dem Kostenanschlag liegen. Die Kommune lässt sich von ihren Fachplanern/Consultants beraten, um technisch und wirtschaftlich fundierte Verhandlungen zu führen. Am Ende spricht die Kommune einen Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot aus. Im Wirtschaftlichkeitslückenmodell bedeutet das den Vertragsabschluss mit dem ausgewählten Netzbetreiber, der nun gefördert ausbaut und mindestens 7 Jahre betrieben werden muss. Im Bau-Auftragsmodell bedeutet es die Beauftragung der Tiefbau- und Montagefirmen. Die Verträge werden aufgesetzt und von beiden Seiten unterzeichnet.
Dokumentation und Genehmigung: Sämtliche Schritte der Vergabe werden dokumentiert (Vergabevermerk), um die Entscheidung nachvollziehbar zu machen – das ist gerade bei Einsatz von Fördermitteln wichtig. Abschließend wird der Förderstelle der Vergabeabschluss mitgeteilt, in manchen Fällen ist vor Vertragsabschluss noch eine Prüfungs- und Freigabephase durch den Fördermittelgeber vorgesehen. Erst danach kann der Auftrag offiziell starten.
aastrix begleitet die Kommune während der Angebotsauswertung und Vergabeverhandlungen als kompetenter Projektbegleiter. Sie prüfen die Angebote fachlich und bewerten die Qualität der vorgeschlagenen Lösungen – etwa ob die Bauverfahren sinnvoll gewählt und die Kostenansätze angemessen sind. aastrix erstellt transparente Entscheidungsvorlagen und Preisspiegel, um der Kommune eine belastbare Grundlage für den Zuschlag zu geben. Bei Verhandlungen bringt aastrix technisches Know-how ein und achtet darauf, dass die vertraglichen Regelungen sowohl die Förderauflagen als auch die Projektziele der Kommune widerspiegeln. So stellt aastrix sicher, dass am Ende der passende Partner unter fairen Bedingungen beauftragt wird.
Leistungsphase 8: Objektüberwachung, Rollout-Management und Baukontrolle
Bauüberwachung vor Ort: In der Phase der Objektüberwachung stellt die Kommune (bzw. der von ihr beauftragte Bauleiter) sicher, dass der Glasfaserausbau gemäß den Plänen, Vorgaben und Qualitätsstandards umgesetzt wird. Die Bauüberwachung umfasst regelmäßige Baustellenbegehungen und Kontrollen der ausgeführten Arbeiten (Tiefbau, Rohrverlegung, Kabelmontage). Eventuelle Abweichungen von der Planung oder auftretende Probleme (z. B. unerwartete Bodenhindernisse) werden frühzeitig erkannt und mit der Baufirma Lösungen abgestimmt. Der Bauleiter führt Bautagebuch, dokumentiert Wetter, Personal und Fortschritt. Zudem organisierter Baubesprechungen, um alle Beteiligten (Bauunternehmen, Subunternehmer, Kommune) zu koordinieren.
Termine, Kosten, Qualität steuern: Ein zentrales Element ist das Projektcontrolling während der Bauausführung. Die Einhaltung des Zeitplans wird laufend überwacht; bei Verzögerungen greift die Projektsteuerung ein und erarbeitet Gegenmaßnahmen (z. B. Verstärkung des Bautrupps oder Umorganisation von Bauabschnitten).Gleichzeitig findet eine kontinuierliche Kostenkontrolle statt: Eingehende Rechnungen der Bauunternehmen werden geprüft und mit dem Baufortschritt abgeglichen. So behält die Kommune den Überblick, ob das Projekt im Budget bleibt, und kann Nachforderungen früh erkennen. Qualitative Prüfungen (z. B. Kontrolle der Tiefenlage der Leerrohre, Spleißprotokolle der Fasern) sichern die vereinbarte Ausführungsqualität.
Abnahmen und Dokumentation: Nach Fertigstellung von Bauabschnitten erfolgen Abnahmen der Leistungen gemeinsam mit dem Auftragnehmer. Mängel werden protokolliert und Nachbesserungen eingefordert. Abschließend wird das gesamte Netz abgenommen und ein Übergabeprotokoll erstellt. Für den geförderten Ausbau besonders wichtig ist die vollständige Dokumentation: Alle verlegten Leitungen und Hausanschlüsse werden in Bestandsplänen festgehalten, Prüfprotokolle (z. B. Einmessungen, OTDR-Messungen der Fasern) werden gesammelt. Diese Dokumentation wird dem Netzbetreiber bzw. der eigenen Betriebsabteilung übergeben und muss oft auch dem Fördermittelgeber vorgelegt werden.
aastrix übernimmt in Phase 8 oft die Rolle des Projektsteuerers/Bauleiters im Auftrag der Kommune. Ihre Aufgabe ist es, die Bauausführung in Zeit, Budget und Qualität zu steuern. Dazu setzt aastrix erfahrene Bauüberwacher ein, die täglich den Fortschritt kontrollieren und bei Abweichungen gegensteuern. aastrix koordiniert die Kommunikation zwischen allen Stakeholdern – Bauunternehmen, Lieferanten, Verwaltung – und stellt so einen reibungslosen Ablauf sicher .Moderne digitale Werkzeuge(Baufortschrittsmonitoring, Ticket-System für Mängel) ermöglichen dabei Echtzeit-Transparenz. aastrix prüft Rechnungen, überwacht Nachträge und hält die Kosten im Blick. Schließlich sorgt aastrix für eine lückenlose digitale Dokumentation des neuen Glasfasernetzes und organisiert die Abnahme. Damit ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen und der Netzbetrieb kann starten.
Arbeitsergebnisse
Die Ergebnisse der Arbeit der aastrix sind
- Am Ende des geförderten Glasfaserausbaus verfügt die Kommune über:
- ein förderkonformes, betriebsfähiges Glasfasernetz
- vollständige Dokumentation für Fördergeber und Betrieb
- eine rechtssichere Projektabwicklung
- einen langfristig nutzbaren Infrastrukturwert
Mit aastrix erhält die Kommune / der Provider:
- einen erfahrenen, neutralen Infrastrukturberater
- einen Ansprechpartner über alle Projektphasen hinweg
- Zugriff auf ein interdisziplinäres Ecosystem aus Technik, Wirtschaft und Förderpraxis
- Entlastung der Verwaltung bei gleichzeitig höherer Qualität und Sicherheit
- für den Infrastruktur- und Fördermittellebenszyklus
Vorteile der Auftraggeber aus der Zusammenarbeit mit aastrix
Der Glasfaserausbau ist wirtschaftlich und organisatorisch erfolgreich
Der Mehrwert der Zusammenarbeit mit aastrix liegt für Provider und Kommunen nicht nur in der Planung einzelner Netze, sondern in der systematischen Reduzierung von Investitions-, Umsetzungs- und Betriebsrisiken und somit den Investitionserfolg über den gesamten Lebenszyklus eines Glasfaserprojekts.
Der besondere Beitrag von aastrix im Kontext der Förderszenarien:
- sichere Förder- und Vergabeprozesse
- geringeres Risiko von Rückforderungen
- Entlastung von Verwaltung und politischen Gremien
- klare Struktur über alle Projektphasen
- ein erfahrener Partner von der Idee bis zum Verwendungsnachweis
Organisationale Entlastung & Skalierungsfähigkeit
- aastrix liefert die Extra-Idee und läuft die Extra-Meile zur Sicherstellung des Auftragserfolgs
- Entlastung interner Technik-, Bau- und IT-Teams
- gleichbleibende Qualität trotz steigender Projektanzahl
- schnellere Hochskalierung bei neuen Ausbauwellen
Der besondere Beitrag von aastrix aus seinem Dienstleistungsverständnis heraus:
- exzellente Planungstiefe ohne Know-how-Verlust intern, Wissenstransfer und Transparenz in allen Projektphasen
- wiederverwendbare Prozess-, Planungs- und Datenstrukturen
- Unterstützung beim parallelen Management mehrerer Ausbauprojekte
Ergebnis: Wachstum wird organisatorisch beherrschbar – auch bei knappen Ressourcen.
Investitionssicherheit & bessere Kapitalallokation
- belastbare Go-/No-Go-Entscheidungen vor Kapitalbindung
- Vermeidung von Fehlinvestitionen in gering nachgefragte Gebiete
- klare Priorisierung von Ausbauclustern mit höchstem ROI
Ergebnis: Kapital wird gezielt dort eingesetzt, wo kurzfristiger Umsatzhochlauf und langfristige Wertschöpfung realistisch sind.
Deutlich verkürzte Time-to-Market
- schnellere Vermarktung
- kürzere Zeitspanne zwischen Investitionsentscheidung und Umsatz
- bessere Positionierung gegenüber Wettbewerbern
Der besondere Beitrag von aastrix, resultierend aus der Projektmethodik und digitalisierter Prozessumsetzung:
- standardisierte, wiederholbare Ausbau- und Rolloutprozesse
- serielle Ausbaukonzepte statt individueller Einzellösungen
- Trassen- und Netzplanung mit Fokus auf Bau- und Genehmigungsrealität
- optimierte Schnittstellen zwischen Planung, Tiefbau, Montage und Aktivierung
Ergebnis: Projekte kommen schneller „auf die Straße“ – mit messbar kürzerem Break-even.
Technisch skalierbare und betrieblich robuste Netze
- Netze, die mit Kundenwachstum und neuen Services mitwachsen
- geringere spätere Umbau- und Erweiterungskosten
- Erfüllung hoher SLA-Anforderungen von Geschäftskunden
Der besondere Beitrag von aastrix, basierend auf technologischem KnowHow und Erfahrungswissen:
- zukunftssichere FTTx-Netzarchitekturen (FTTB / FTTH)
- skalierbare Backbone- und Verteilkonzepte
- Berücksichtigung von Redundanz, Resilienz und Erweiterbarkeit
- Vorbereitung auf Open-Access- und Wholesale-Modelle (optional)
Ergebnis: Netze werden nicht nur gebaut, sondern dauerhaft betreibbar und vermarktbar.
Effiziente Ausbau- und Betriebsprozesse durch IT-Integration
- reduzierter manueller Aufwand in Planung, Bau und Dokumentation
- höhere Transparenz über Projektstatus, Kosten und Assets
- schnellere Übergabe vom Bau in den Betrieb
Der besondere Beitrag von aastrix, resultierend aus dem Prozessverständnis:
- Analyse und Weiterentwicklung bestehender IT- und Prozesslandschaften
- Design durchgängiger End-to-End-Prozesse:
- Lead → Auftrag → Bau → Betrieb
- Integration von GIS & Netzplanung, Bau- und Projektmanagement, Asset- und Dokumentationssystemen
- Automatisierung von Mengenermittlung, Kosten- und Statusreports, Revisionssicherer Dokumentation
Ergebnis: Weniger Reibungsverluste, geringere Prozesskosten, höhere Skalierbarkeit.
